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Er fordert unsere Phantasie und Kreativität heraus, nach Wegen zu suchen, wie
die verschiedenen Gruppierungen in der Gesellschaft und wie verfeindete Völker
einen anderen Weg miteinander finden könnten. Wenn sich die Völker ihre Verletzungen
gegenseitig aufrechnen, dann entsteht ein heilloser und endloser Konflikt. Das
zeigt uns die Situation auf dem Balkan. Was sich angestaut hat an Haß, das wird
von Generation zu Generation weitergegeben. Wenn dieses Haßpotential nicht aufgearbeitet
und durch Versöhnung aufgelöst wird, dann wird kein militärisches Mittel den Frieden
garantieren können. Die Aufforderung Jesu zur Feindesliebe will das alte Schwarz-Weiß-Denken
ablösen und zu neuen Wegen des Friedens und der Versöhnung aufrufen.
Bist du mit dir selbst versöhnt? Mit welchen Gegnern in deinem Inneren müßtest
du dich versöhnen? Was kannst du bei dir selbst nicht annehmen? Wo wütest du gegen
dich selbst? Versuche, alles, was in dir hochkommt, wahrzunehmen und dir zu sagen:
Das bin ich. Das ist ein Teil von mir. Es darf so sein, wie es ist. Ich sage ja
dazu.
Gibt es Menschen, denen gegenüber du Groll
empfindest? Welche Menschen fallen dir spontan ein, mit denen du nicht versöhnt
bist? Mit wem möchtest du dich gerne versöhnen? Achte zuerst auf deine Gefühle.
Schau den Groll gegenüber dem anderen an und laß in diesen Groll den Geist der
Versöhnung hinein. Vielleicht wandelt sich der Groll, und du spürst in dir einen
tiefen Frieden. Wenn du in deinem Herzen mit dem anderen versöhnt bist, dann überlege,
welche konkreten Schritte der Versöhnung du nach außen zeigen möchtest.
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